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Art. 202107, Buchner-Krout, 5G Wahn(Sinn)
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die fatalen Folgen von 5G
„Wir müssen jetzt die Reißleine ziehen und die Mobilfunkstrahlung drastisch reduzieren“: Der Münchner Physiker, ehemalige Europaabgeordnete und Autor Prof. Dr. Klaus Buchner ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Europäische Bürgerinitiative „Stop (((5G))) – verbunden, aber geschützt“ zu unterschreiben. Damit sie erfolgreich ist, muss sie bis Februar 2023 von 1 Million EU-Bürgern unterstützt werden. Sogar die im Auftrag des EU-Parlaments im Juni 2021 veröffentlichte Studie „Health impact of 5G“ habe die Risiken der neuen Mobilfunk-Generation eindeutig belegt. Das EU-Parlament müsse nun endlich die Konsequenzen ziehen.

STOA-Studie des EU-Parlaments belegt „alarmierende Beweise und Hinweise“
Das Science and Technology Options Assessment (STOA) Komitee ist eine Organisation des Europaparlaments, die sich mit Wissenschaft und Technikfolgenabschätzung befasst. In seiner Studie „Health impact of 5G“ von Dr. Fiorella Belpoggi et al. versuchte der Ausschuss, den aktuellen Kenntnisstand über die Wirkung der 5G-Mobilfunkstrahlung auf die Gesundheit wiederzugeben, wie er sich aus epidemiologischen Studien und experimentellen In-vivo-Studien ergibt.
Die Studie unterscheidet zwischen den bisher benutzten Frequenzbändern zwischen 0,7 und 3,6 GHz und den höheren Frequenzen ab etwa 24 GHz. „Für die niedrigen Frequenzen liegen ausreichend wissenschaftliche Untersuchungen vor. Sie besagen für Funkstrahlung auch unterhalb der Grenzwerte, dass im Tierversuch die krebserzeugende Wirkung von Funkstrahlung eindeutig bewiesen ist“, so Buchner. Dagegen lägen dafür gemäß STOA-Studie beim Menschen nur starke Hinweise vor, aber noch keine unumstößlichen Beweise.
Diese wiederum existieren gemäß Buchner allerdings für die Störung der männlichen Fruchtbarkeit. Und die Beweise für eine Störung der weiblichen Fruchtbarkeit seien zwar noch nicht ausreichend, aber „möglicherweise wirkt sich die Funkstrahlung auch negativ auf die Entwicklung von Embryonen, Föten und Neugeborenen aus“, fasst Buchner das Ergebnis der STOA-Studie zusammen. Für die höheren Frequenzen sehe die Studie noch großen Forschungsbedarf. Da auch hier schwere Schäden für Mensch und Tier nicht ausgeschlossen werden können, empfiehlt sie besondere Vorsichtsmaßnahmen, vor allem die Verringerung der Strahlung sowie die Überarbeitung der Grenzwerte.

Buchner: „STOA-Studie hat Tatsachen erhärtet“
„Meine Einschätzung der STOA-Studie ist, dass sie nichts wirklich Neues gebracht hat. Die Tatsachen waren Fachleuten bekannt, die STOA-Studie hat sie erhärtet“, so Buchner. Aber es sei wichtig gewesen, das dem Europäischen Parlament nahezubringen, auch wenn sich die Studie nur mit den mit 5G verbundenen karzinogenen und reproduktiven Entwicklungsrisiken beschäftigt habe. „Jetzt kann sich niemand mehr herausreden, er hätte nichts gewusst.“
Es stehe zu befürchten, dass sich die meisten EU-Abgeordneten bis heute nicht mit der STOA-Studie beschäftigt haben und dies wohl auch nicht mehr tun würden. Im Parlament habe es zwar eine Diskussion über die angestiegenen Krebsinzidenzen gegeben, bei der die saarländische ÖDP-Abgeordnete Manuela Ripa auch Funkstrahlung als eine der Ursachen vorgebracht habe. „Das fand aber wenig Beachtung. Ich habe den Eindruck, dass der Einfluss der Industrie sehr stark ist“, kritisiert Buchner, der von 2014 bis 2020 selbst Abgeordneter des Europäischen Parlaments war.

Es braucht 1 Million Unterschriften: EU-Bürgerinitiative „Stop (((5G)))“
Die STOA-Studie beschränkte sich auf die Auswirkungen der 5G-Funkstrahlung hinsichtlich Krebserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen sowie der Entwicklung von Embryonen und Neugeborenen. „Daneben gibt es aber noch sehr viele andere Wirkungen von Funkstrahlung“, warnt der Experte. Sie alle zu behandeln, hätte eine deutlich umfangreichere Arbeit erfordert. Die Schlussfolgerung aus der Studie und aus unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten sei aber so oder so, „dass unsere Grenzwerte radikal gesenkt werden müssen, damit die Bestrahlung der Menschen erheblich vermindert wird“, konstatiert Buchner.
Als Mitbegründer der Europäischen Bürgerinitiative „Stop (((5G))) – verbunden, aber geschützt“, die am 1. März 2022 gestartet wurde, ruft der Physiker alle Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zu deren Unterstützung auf. Dabei gehe es um drei Ziele: erstens den Schutz allen Lebens vor hochfrequenter, nicht-ionisierender Strahlung; zweitens den Schutz der Umwelt vor allen Auswirkungen durch 5G und die Digitalisierung; drittens den Schutz unserer Privatsphäre.
Zu all diesen Punkten habe er in seinem 2021 zusammen mit der Medizinerin Dr. Monika Krout veröffentlichten Buch „5G-Wahn(sinn)“ ausführlich Stellung bezogen.

„Der Ausbau der 5G-Technologie ist inzwischen in vollem Gange. Wir haben nicht mehr viel Zeit.“ Und Buchner betont: „Die zahlreichen Verbände und Fachleute, die die Europäische Bürgerinitiative unterstützen, sind keine Feinde der Technik. Es geht uns einzig und allein um gesundheitsverträglichen, umweltverträglichen und datenschutzkonformen Mobilfunk.“

Infos zur Europäischen Bürgerinitiative „Stop (((5G))) – verbunden, aber geschützt“: www.signstop5g.eu

Buchtipp:
Prof. Dr. Klaus Buchner und Dr. med. Monika Krout: 5G-Wahn(sinn). Die Risiken des Mobilfunks – Das gefährliche Spiel mit den Grenzwerten – Die strahlungsarmen Alternativen. Mankau Verlag 2021, Klappenbroschur, 255 Seiten, ISBN 978-3-86374-608-7, 16,95 Euro

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